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#1 2020-08-23 05:07:16

BillkinkluSly
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Registered: 2020-08-03
Posts: 1,825

Franz Beckenbauer wird 75 Jahre alt

FANCLUB MAGAZIN - Nachrichten über Stars, Fans und Fanclubs Am 08.
September 2020 zeigt ZDF eine Dokumentation über die Legende Franz Beckenbauer des FC Bayern München von „Schau’n mehr mal“.
Franz Beckenbauer wird 75 Jahre alt.
Noch 2006 war er weltweit gefeierter Botschafter des deutschen Fußballs, der die WM nach Deutschland brachte.
Heute gilt er auch als Sinnbild für unlautere Machenschaften und Korruption.
Filmemacher Uli Weidenbach geht auf Spurensuche und zeichnet ein Porträt des Idols mehrerer Generationen mit seinen Licht- und Schattenseiten.
Prominente Gesprächspartner sowie exklusives Filmmaterial aus privaten und Fußball-Quellen tragen dazu bei.
Franz Beckenbauer – am 11.
September 2020 wird er 75 Jahre alt.
Der Film von Uli Weidenbach ist eine Rückschau auf sein Lebenswerk, das 2015 durch Korruptionsvorwürfe und Schicksalsschläge in der Familie aus der Balance gerät.
Was bleibt vom Bild eines der weltbesten Fußballer aller Zeiten.
Wie wird er in die Geschichtsbücher eingehen.
Als legendärer Sportler oder käuflicher Funktionär.
Auch im Jahr seines besonderen Geburtstags steht der gesundheitlich angeschlagene Franz Beckenbauer weiterhin im Mittelpunkt skandalöser Vorgänge.
11.

September 1945 Franz Beckenbauer kommt in München-Giesing zur Welt

6.
Juni 1964 Der 18-jährige Beckenbauer macht sein erstes Pflichtspiel für den FC Bayern München.
Gegner ist der FC St.
Pauli.

Beckenbauer erzielt beim 4:0-Sieg auch direkt sein erstes Pflichtspieltor

Für die Bayern absolviert er bis 1977 insgesamt 427 Pflichtspiele und erzielt dabei 60 Tore und vier(!) Eigentore.
31.
Mai 1967 Beckenbauer gewinnt mit seinem Team den Europapokal der Pokalsieger, nachdem er im Jahr zuvor den DFB-Pokal für Bayern München gewinnen konnte.
Saison 1968/69 Der FC Bayern München wird nach 1932 erstmals wieder Deutscher Meister.

Franz Beckenbauer erzielt dabei in 33 Spielen zwei Tore

Torschützenkönig wird sein Mitspieler Gerd Müller mit 30 Toren in ebenso vielen Spielen.
In dieser Saison wechselt Beckenbauer von der Position als Mittelfeldspieler auf den Libero-Posten.
1972 – 1974 Bayern München wird – mit Franz Beckenbauer als Mannschaftskapitän – drei Mal in Folge Deutscher Meister.
17.
Mai 1974 Bayern München gewinnt als erste deutsche Mannschaft den “Europapokal der Landesmeister”.
In der zweiten Runde war es zu zwei denkwürdigen Spielen gegen Dynamo Dresden gekommen, bei denen die Bayern das Hinspiel mit 4:3 gewinnen konnten.
Das Rückspiel endete 3:3.
Franz Beckenbauer kam als Kapitän bei allen Spielen in diesem Wettbewerb zum Einsatz und erzielte ein Tor.

Auch in den beiden darauffolgenden Jahren gewinnen die Bayern diesen Wettbewerb

7.
Juli 1974 Im Münchner Olympiastadion feiert Franz Beckenbauer mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel.
Im Endspiel besiegen er und seine Mitspieler die Niederlande mit 2:1.
20.
Juni 1976 Endspiel der Europameisterschaft in Belgrad gegen die Tschechoslowakei.
Es ist Beckenbauers 100.
Einsatz im Trikot der Nationalmannschaft.
Das Jubiläum endet mit einer Niederlage im Elfmeterschießen.

Beckenbauers Vereinskamerad Uli Hoeneß verschießt den entscheidenden Elfmeter

Vier Jahre zuvor hatte Deutschland noch im eigenen Land triumphiert.
23.
Februar 1977 Franz Beckenbauer bestreitet gegen Frankreich sein letztes von insgesamt 103 Länderspielen für den DFB.
In seiner Karriere als Nationalspieler konnte er 14 Tore erzielen.
28.
August 1977 Beckenbauer wird mit New York Cosmos US-Meister – drei Monate, nachdem er für die damalige Rekordsumme von zwei Millionen Dollar von München in die USA gewechselt war.
An seiner Seite spielen zahlreiche Altstars, darunter der Brasilianer Pelé.
Bis 1980 wird er dort sein und noch zwei weitere Meistertitel gewinnen.
31.

Oktober 1980 Franz Beckenbauer landet – von New York kommend – in Hamburg

Dort wird er für den HSV in 28 Spielen bis 1982 zum Einsatz kommen.
Eine Ablöse wird nicht fällig, aber Beckenbauer erhält ein zu diesem Zeitpunkt überaus fürstliches Gehalt von 1,2 Millionen Mark, hauptsächlich finanziert vom damaligen HSV-Hauptsponsor BP.
Zum Abschluss seiner Bundesligakarriere wird er 1982 noch einmal deutscher Meister.
12.
September 1983 Franz Beckenbauer absolviert im Viertelfinale der US-amerikanischen Soccer-League sein letztes Pflichtspiel in seiner 19-jährigen Profikarriere.
Er war zu Beginn der Saison noch einmal nach New York gewechselt.
12.
September 1984 Ein Jahr nach seinem Abschied als aktiver Fußballer beginnt die zweite Karriere des Franz Beckenbauer – als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft.
Die Premiere endet mit einer 1:3-Niederlage gegen Argentinien.
Zwei Jahre später führt er die Nationalelf zur Vize-Weltmeisterschaft.
8.
Juli 1990 Die deutsche Nationalmannschaft unter Teamchef Beckenbauer wird in Rom Weltmeister.
Das Siegtor zum 1:0 gelingt Andreas Brehme in der 85.
Minute per Elfmeter.
Vor Beckenbauer gelang nur dem Brasilianer Mario Zagallo das Kunststück, als Spieler und Trainer Weltmeister zu werden.

Nach dem Triumph tritt Beckenbauer als Teamchef ab

nicht ohne seinem Nachfolger verbal noch eine schwere Hypothek mitzugeben: “Auf Jahre hinaus wird unsere Mannschaft unschlagbar sein”.
7.

Mai 1994 Franz Beckenbauer führt Bayern München als Trainer zur 13

Deutschen Meisterschaft.
Er war nach der Winterpause auf Erich Ribbeck gefolgt, dem der Verein den Titel nicht mehr zugetraut hatte.
Zwei Jahre später wiederholt er dieses Engagement, im April 1996 löst er bis Saisonende Otto Rehhagel als Trainer ab.
Wieder mit Erfolg.
14.

November 1994 Franz Beckenbauer wird zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt
Dieses Amt hat er für 15 Jahre bis 2009 inne

Seit 2009 wirkt er als Ehrenpräsident seines Vereins.
2.
März 1997 Franz Beckenbauer wird zum Vorsitzenden des deutschen Bewerbungs-Komitees für die WM-Endrunde 2006 ernannt.
Nach erfolgreicher Vergabe an Deutschland im Juli 2000 wird Beckenbauer zum Präsidenten des Organisationskomitees bestimmt.
Der Erfolg des sogenannten “Sommermärchens 2006″wird ganz wesentlich auch mit seinem Namen verbunden.
6.
November 2015 Die schweizerische Staatsanwaltschaft leitet ein Strafverfahren gegen Beckenbauer wegen des Verdachts auf Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung, Geldwäscherei und Veruntreuung ein.
Die Ermittlungsakte sieht in Beckenbauer einen wesentlichen Drahtzieher eines Stimmenankaufs für die WM-Entscheidung.
Im September 2016 wurde durch Medienberichte bekannt, dass Franz Beckenbauer für seine Arbeit als Präsident des Organisationskomitees der WM 2006 insgesamt 5,5 Millionen Euro aus einem Werbevertrag mit der Sportwette ODDSET erhalten hat.
Bis dahin hatte es geheißen, Beckenbauers Tätigkeit sei ehrenamtlich gewesen.
Februar 2017 Unter Berufung auf Schweizer Ermittlungsakten berichtet die Bildzeitung, dass Beckenbauer und seine beiden Vertrauten Fedor Radmann und Andreas Abold 1,7 Millionen Euro bekommen haben sollen – für angebliche Beratertätigkeiten für die Bewerbung Südafrikas um die Weltmeisterschaft 2010, die dann auch erfolgreich verlaufen war.
Oktober 2019 Erstmals werden Vorwürfe laut, Franz Beckenbauer habe 2010 als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees Geld aus Katar und Russland erhalten – für seine Stimme zur WM-Vergabe an diese beiden Länder.
27.
April 2020 Der Prozess um die Vergabe der Fußball-WM 2006 endet in der Schweiz.
Ohne Freispruch, ohne Verurteilung, eingestellt wegen Verjährung.
Im Kern geht es um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im Jahr 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die FIFA an den inzwischen verstorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus.
Das Geld wurde als Beitrag für eine Gala zur WM 2006 deklariert, die nie stattfand.
Im Jahr 2002 hatte der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer ein Darlehen von Louis-Dreyfus in gleicher Höhe erhalten, das letztendlich auf Konten von Firmen des damaligen FIFA-Finanzchefs Mohamed bin Hammam verschwand.
Wofür, ist bis heute unklar.
Bereits im vergangenen Sommer war das Verfahren gegen Beckenbauer, bei der WM 2006 Chef des Organisationskomitees, aufgrund dessen gesundheitlichen Zustandes abgetrennt worden.
Jahrzehntelang nannte man ihn schlicht den “Kaiser”, und jeder wusste, wer gemeint ist.
Eine lebende Legende, ein deutsches Denkmal, Fußballweltmeister – als Spieler und Trainer.
Dass er die WM 2006 ins eigene Land holte, ließ ihn wie den Vater des “Sommermärchens” erscheinen.
Doch dann der Absturz: Es geht um die Vergabe von Weltmeisterschaften, bei denen er als internationaler Fußball-Funktionär mitmischte.
Zunächst stand das Votum für die WM in Deutschland im Fokus internationaler Ermittlungen, danach ging es um Ungereimtheiten bei den Entscheidungen für Russland und Katar.

Der Vorwurf gegenüber Beckenbauer: Er habe bestochen

und seine Stimme sei käuflich gewesen.
Die Dokumentation spiegelt die hellen und dunklen Kapitel der Biografie – mithilfe zum Teil unbekannter Filmmaterialien und Stimmen zahlreicher Wegbegleiter aus Sport, persönlichem Umfeld und Journalismus.

Zu Wort kommen unter anderen Beckenbauers Bruder Walter

die frühere Lebenspartnerin Diana Sandmann, Biograf Torsten Körner, der Historiker Hans Woller, die Journalisten Marcel Reif und Gunther Latsch sowie die früheren Mitspieler in der Nationalelf und beim FC Bayern München, Sepp Maier, Paul Breitner und Uli Hoeneß.
Zusammengestellt von Stefan Mausbach, Redaktion Zeitgeschichte FC Bayern München: ZDF zeigt Dokumentation über Legende Franz Beckenbauer von Barbara Pösl.

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